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Wie wir wurden, was wir sind

Bernt Engelmann · 1980

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על הספר

Im Mai 1945 lag Deutschland in Trümmern. Millionen Deutsche fristeten in den Ruinen ihrer yon Bomben verwüsteten Städte ein kümmerliches Dasein, regiert vom Militär der Siegermächte und ohne Hoffnung auf bessere Zeiten, aber entschlossen zur endgültigen Abkehr vom Kapitalismus und Militarismus, erst recht vom Nazismus. Während die einstige Elite des Nazireiches in Nürnberg ihrer Aburteilung durch die Allierten entgegensah, ihre Helfershelfer wie vom Erdboden verschwunden schienen, suchten die Offiziere der vier Besatzungsmächte nach unbelasteten Deutschen, denen sie unter ihrer Kontrolle die lokalen Verwaltungen anvertraüen konnten. Aber auch aus eigener Initiative entstanden „Antifaschistische Komitees“, die sich der Belange der Bürger anzunehmen suchten. Bald bildeten sich, zunächst auf regionaler, dann auf Länderebene die ersten politischen Parteien. Während die Sozialdemokratische Tradition der Weimarer Republik anknüpfen konnten, rekrutierten sich die Anhänger der Christlich-Demokratischen Union und ihrer bayerischen Schwesterpartei nur zum Teil aus Mitgliedern des ehemaligen Zentrums und der Bayerischen Volkspartei. Allen gemeinsam war diesen drei Parteien in den ersten Nachkriegsjahren nicht nur die Ablegung des Hitler-Faschismus, sondern auch des Kapitalismus. So erklärte die rheinisch-westfälische CDU in ihrem Ahlener Programm vom Februar 1947: „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden“ Vorstellungen, die sich durchaus mit der Überzeugung der Mehrheit der westdeutschen Bevélkerung deckten, die sich z.B. bei Volksabstimmungen in Hessen und Bremen für eine Sozialisierung der Wirtschaft entschied. Man wollte aber nicht nur mehr soziale Gerechtigkeit, sondern auch nie mehr Waffen tragen. Daß und wie dann doch alles anders verlief, schildert Bernt Engelmann in seinem neuen Buch, das die Jahre 1945 bis 1950 behandel, eine Zeit, in der die Weichen für die künftige Entwicklung Westdeutschlonds gestellt worden. Bernt Engelmann berichtet, wie nach der Währungsreform angeblich alle Bürger mit 40 DM die gleichen Startchancen hatten, und wer in Wirklichkeit von dieser Reform profitierte. Der Autor weist nach, daß ein gewisser Dr. Ludwig Erhard schon in den letzten Kriegsjahren mit führenden Vertretern der deutschen Industrie den Nachkriegskurs in der Wirtschaftspolitik festlegte. Und er schildert, wie der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer es verstand, di

פרטי הספר

שנה
1980
שפה
German
הוצאה
C. Bertelsmann Verlag
מהדורות
1
עמודים
351
ISBN
9783570018446

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